„Bremsklotz für die Energiewende“ – EB-SIM warnt vor Netzanschluss-Reform

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16.03.2026 News
Kristina  Pfeil Kristina Pfeil Journalistin
„Bremsklotz für die Energiewende“ – EB-SIM warnt vor Netzanschluss-Reform

Statt den Ausbau der Erneuerbaren auszubremsen, müsse der Netzausbau endlich entfesselt werden: Die Sustainable Investment Management (EB-SIM) GmbH findet deutliche Worte zum Gesetzesentwurf zur Reform der Netzanschlussverfahren. In einer Stellungnahme warnt der Asset Manager der Evangelischen Bank vor „einem Bremsklotz für die Energiewende“, sollten die Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums umgesetzt werden.

Die Vorschläge gefährdeten die Finanzierbarkeit neuer Wind- und Solarparks erheblich und könnten zu einem faktischen Baustopp führen. Damit rücke das Ziel einer klimaneutralen und geopolitisch unabhängigen Stromversorgung in weite Ferne.

Grundsätzlich begrüßt das Unternehmen als Investor und Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen zwar das Ziel, Netzanschlussverfahren zu vereinheitlichen und transparenter zu gestalten. Die vorgeschlagenen Maßnahmen jedoch schießen aus Sicht von EB-SIM über das Ziel hinaus.

Besonders kritisch sieht das Unternehmen den Vorschlag, dass Betreiber neuer Anlagen künftig entweder keine verbindliche Netzanschlusszusage mehr erhalten oder auf Entschädigungen verzichten sollen, wenn ihre Anlagen wegen Netzengpässen abgeschaltet werden müssen („Redispatch“). Unter solchen Bedingungen werde keine Bank und kein Investor ein Projekt finanzieren, heißt es in der Stellungnahme. Wenn unklar sei, wie häufig Anlagen stillstehen und keine Einnahmen generieren, entstehe ein unkalkulierbares Risiko. Den Betreibern auch noch die Entschädigung für solche Zwangspausen zu streichen, gefährde die Wirtschaftlichkeit vieler Projekte.