Zustimmung zur Energiewende sinkt: Mehrheit will dennoch mehr erneuerbare Energien
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Die Zustimmung zur Energiewende in Deutschland nimmt ab. Gleichzeitig spricht sich weiterhin eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung für einen stärkeren Ausbau erneuerbarer Energien aus. Das zeigt das aktuelle Nachhaltigkeitsbarometer.
Demnach unterstützen derzeit rund 60 Prozent der Befragten die Energiewende. Vor fünf Jahren lag dieser Anteil noch bei 69 Prozent. Die grundsätzliche Bereitschaft, den Umbau des Energiesystems mitzutragen, bleibt damit zwar mehrheitlich vorhanden, hat in den vergangenen Jahren aber spürbar nachgelassen.
Bei konkreten Maßnahmen zeigt sich jedoch ein differenzierteres Bild. So wünschen sich 78 Prozent der Befragten einen weiteren Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Die sinkende Zustimmung zur Energiewende lässt sich damit nicht ohne Weiteres als Ablehnung von Photovoltaik, Windenergie oder anderen erneuerbaren Technologien interpretieren.
Kritik an Umsetzung und Kommunikation
Ein wesentlicher Kritikpunkt ist offenbar die Art und Weise, wie die Energiewende politisch umgesetzt und kommuniziert wird. 63 Prozent der Befragten empfinden die Energiepolitik als zu weit von den Bürgerinnen und Bürgern entfernt. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) hält die politischen Maßnahmen zudem für schwer verständlich.
Damit zeichnet sich eine wachsende Lücke zwischen der Unterstützung für die Ziele der Energiewende und der Bewertung ihrer konkreten Umsetzung ab. Während erneuerbare Energien weiterhin auf breite Zustimmung stoßen, scheint das Vertrauen in die politische Gestaltung des Transformationsprozesses abzunehmen.
Für die Bundesregierung dürfte dies insbesondere mit Blick auf anstehende Reformen bei Netzentgelten, Strommarkt und Gebäudewärme relevant sein. Maßnahmen in diesen Bereichen haben zunehmend direkte Auswirkungen auf Haushalte und Unternehmen – etwa über Strompreise, Investitionen in Heizsysteme oder die Kosten für den Netzausbau.
Die Ergebnisse deuten deshalb darauf hin, dass für die weitere Energiewende nicht nur der Ausbau von Photovoltaik, Windenergie und Netzen entscheidend sein wird. Ebenso wichtig dürfte es werden, politische Entscheidungen nachvollziehbarer zu machen und Kosten sowie Nutzen der Transformation transparenter zu vermitteln.















