Konjunkturumfrage der Kälte-, Klima- und Wärmepumpenbranche veröffentlicht

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11.09.2026 Hauptartikel
Iris Krampitz Iris Krampitz E-mail Journalistin
Konjunkturumfrage der Kälte-, Klima- und Wärmepumpenbranche veröffentlicht

Der Verband Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe (VDKF) hat seine jährliche Konjunkturanalyse veröffentlicht. Das Ergebnis: Die deutsche Kälte-, Klima- und Wärmepumpenbranche präsentiert sich wirtschaftlich robust und zukunftsorientiert. Laut VDKF leidet die Branche nicht unter mangelnder Nachfrage, sondern wird in ihrer Entwicklung stattdessen durch fehlende personelle Kapazitäten begrenzt.

Die aktuelle Konjunkturumfrage 2026 des Verbands Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe e.V. (VDKF) hat die Geschäftslage, die Materialpreise und die Betriebsstrukturen der Fachbetriebe analysiert. Zu den untersuchten Schwerpunkten gehörten in diesem Jahr die Kältemittel-Thematik und die Unternehmensnachfolge, die zu den größten Herausforderungen im Handwerk zählt: Laut Umfrage steht bei 28 Prozent der Kälte-Klima-Fachbetriebe in den nächsten fünf Jahren eine Übergabe an. Dabei verkaufen 46 Prozent ihren Betrieb an Externe, 44 Prozent regeln die Nachfolge intern.

Die bislang weitgehend stabilen Preise für Kältemittel werden sich nach Ansicht des VDKF in den kommenden Monaten deutlich erhöhen. Als Ursachen sieht der Verband die fortschreitende Verknappung von fluorierten Treibhausgasen (sogenannte F-Gase) und verschärfte Quotenregelungen. Der VDKF empfiehlt den Fachbetrieben, ein professionelles Kältemittelmanagement mit Rückgewinnung und Wiederaufbereitung zu etablieren. Die Umfrage ergab allerdings, dass vielen Betrieben das Know-how im Umgang mit alternativen Kältemitteln fehlt: Nur 52 Prozent der Fachbetriebe trauen sich zu, Propananlagen zu warten und zu installieren, bei CO2-Anlagen sind es 38 Prozent, bei Ammoniak-Anlagen 10 Prozent.

Nachfrage gestiegen

Der durchschnittliche Auftragsbestand ist gegenüber der Vorjahresumfrage von 11 auf 13 Wochen gestiegen. Dabei kommen die Aufträge mit einem Anteil von 35 Prozent größtenteils aus dem Gewerbe, gefolgt von der Industrie (28 %), Privatkunden (25 %) und der öffentlichen Hand (12 %).

Die Umfrage zeigt außerdem, dass Wärmepumpen ein wichtiges Zukunftsfeld bleiben: Aktuell installieren 38 Prozent der befragten Betriebe Wärmepumpen im privaten Bereich, weitere 7 Prozent planen den Einstieg. Der Tätigkeitsschwerpunkt der meisten Betriebe liegt jedoch weiterhin in der Installation und Wartung von Klimaanlagen, gefolgt von Gewerbekälteanlagen.

Positive Stimmung

Die Geschäftslage der überwiegend mittelständisch geprägten Branche liegt dabei deutlich über der allgemeinen Konjunkturentwicklung: Insgesamt bewerten 68 Prozent der Betriebe ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder sehr gut. Nur 5 Prozent bewerten sie als schlecht. Rund ein Drittel der Betriebe erzielt einen Jahresumsatz zwischen 1 und 2 Millionen Euro, während knapp ein Viertel mehr als 5 Millionen Euro erzielt. Knapp 40 Prozent der befragten Unternehmen gab an, dass der Fachkräftemangel den Geschäftsbetrieb einschränkt.

„Trotz einer weiterhin verhaltenen Konjunktur sowie steigender Energiepreise, anhaltender Kostensteigerungen und geopolitischer Unsicherheiten zeigt sich das Kälteanlagenbauerhandwerk auch 2026 wirtschaftlich stabil. Impulse erhält die Branche insbesondere durch die Energiewende, die anhaltend hohe Nachfrage nach energieeffizienter Gebäudetechnik und Klimatisierungslösungen“, so der VDKF.

Ausführliche Analyse

Eine ausführliche Analyse der Kälte-Klima-Konjunkturumfrage 2026 wurde in zwei Teilen in den Ausgaben 5-6 und 7-8 der Verbandszeitschrift „VDKF Information“ veröffentlicht.