Second-Live für ausgemusterte Photovoltaik-Anlagen
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Was geschieht mit ausgemusterten Solarmodulen? Je mehr Photovoltaik-Anlagen installiert werden (und in die Jahre kommen), desto wichtiger wird diese Frage. An einer Antwort arbeitet das Braunschweiger Startup Better Sol. Um die Abfallmenge zu reduzieren und eine vorzeitige Entsorgung zu verhindern, hat es ein Verfahren zur Rettung gebrauchter, aber noch leistungsfähiger Solarmodule entwickelt. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Startup mit rund 125.000 Euro. „Damit die Bemühungen für mehr erneuerbare Energien nicht ins Stocken geraten, müssen gebrauchte, aber noch leistungsfähige Materialien durch geschickte Kreislaufwirtschaft für eine Weiternutzung erhalten werden“, erklärt DBU-Generalsekretär Alexander Bonde.
Mit dem System von Better Sol lässt sich das Nutzungspotenzial ausgemusterter PV-Anlagen bestimmen. Solarplatten mit garantierter Leistung und einer transparenten Leistungsprognose sollen so in den Markt zurückgebracht werden. Die Qualität gebrauchter Photovoltaik-Anlagen bestimmt Better Sol mit einem in Teilen automatisierten Testsystem inklusive einer selbst entwickelten Software auf Basis künstlicher Intelligenz. Schritt eins ist die mehrstufige optische Prüfung. Dann folgen eine Leistungs- sowie eine elektrische Sicherheitsprüfung. Abschließend führt die Software die gesammelten Daten automatisiert zu einer detaillierten Leistungsprognose zusammen. Jedes funktionstüchtige Modul erhält ein Label mit den Testdaten und einer zugewiesenen Leistungsklasse, bevor der Rest zum Recycling aussortiert wird.
Quelle: DBU


















