Solarplus in NRW: 2.000 Megawatt geschafft, doch der Ausbau schwächelt

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31.03.2026 News
Kristina  Pfeil Kristina Pfeil Journalistin
Solarplus in NRW: 2.000 Megawatt geschafft, doch der Ausbau schwächelt

Nordrhein-Westfalen hat beim Solarenergieausbau 2025 zum dritten Mal in Folge die Marke von 2.000 Megawatt überschritten. Nach einer Auswertung der vorläufigen Meldungen im Marktstammdatenregister durch den Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) wurden landesweit rund 173.000 neue Photovoltaikanlagen mit insgesamt 2.000 Megawatt Leistung in Betrieb genommen. Darunter waren knapp 85.000 Balkonkraftwerke mit 106 Megawatt. Sie stehen damit für gut 5 Prozent des Zubaus und haben sich für viele Menschen als Einstieg in die Energiewende etabliert. Im Ländervergleich liegt NRW hinter Bayern und Baden-Württemberg auf Platz drei.

Gegenüber dem Rekordjahr 2024 mit knapp 2.350 Megawatt bedeutet das 2025 jedoch ein Minus von 15 Prozent. LEE-NRW-Vorsitzender Hans-Josef Vogel sieht die Ursache in einer strukturellen Schwäche des Ausbaus: Der Solarboom in NRW habe fast ausschließlich auf privaten Dachanlagen basiert. Auch der Zuwachs bei Freiflächenanlagen konnte den Rückgang deshalb nicht ausgleichen. 2025 gingen 218 Freiflächenprojekte mit zusammen 380 Megawatt ans Netz. Ihr Anteil an der neu installierten Gesamtleistung lag damit bei 19 Prozent. Das Ziel der Bundesregierung, den Solarausbau je zur Hälfte auf Dächer und Freiflächen zu verteilen, wurde damit klar verfehlt. Zugleich betont Vogel, dass Solarstrom von Freiflächen die günstigste regenerative Energie sei. NRW liegt beim Ausbau dennoch deutlich hinter anderen Bundesländern zurück.

Quelle: LEE NRW