VKU-Umfrage: Klimaneutrales Heizen bis 2045 kaum erreichbar
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Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) hat Stadtwerke und kommunale Energieversorger nach ihrer Einschätzung zum klimaneutralen Heizen gefragt. Das Ergebnis: Drei Viertel halten Klimaneutralität bis 2045 unter den aktuellen Bedingungen für unrealistisch.
Der VKU hat 757 Stadtwerke und kommunale Energieversorger zur Wärmewende befragt. Das Ergebnis zeigt, dass drei von vier Stadtwerken unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht damit rechnen, dass Deutschland bis 2045 klimaneutral heizen wird. Um dieses Ziel zu erreichen, bräuchte Deutschland nach Ansicht der befragten Versorger eine verlässliche und stetige Förderung (72 Prozent) bzw. mehr Klarheit bei den rechtlichen Rahmenbedingungen (86 Prozent).
Das Gebäudemodernisierungsgesetz halten 40 Prozent der Stadtwerke in ihrem Versorgungsgebiet für einen Rückschritt für die Wärmewende. Als größte Hindernisse auf dem Weg zum klimaneutralen Heizen sehen die Versorger die unklare Rechtslage (61 Prozent) bzw. eine nicht ausreichende Finanzierung (56 Prozent). Dabei plant die Hälfte der Stadtwerke, bis zum Jahr 2030 im Vergleich zu 2024 mehr als das Doppelte in klimaneutrale Wärme zu investieren.
Appell an die Politik
Der VKU appelliert an die Bundestagsabgeordneten, die Wärmewende entschlossen voranzubringen und den Ausbau der Wärmenetze langfristig zu unterstützen. Dafür sind nach Ansicht des Verbands jährlich rund 3,5 Milliarden Euro im Rahmen der Bundesförderung effiziente Wärmenetze erforderlich, die gesetzlich abgesichert werden sollten.
„Vom Bundeswirtschaftsministerium erwarten wir einen Herbst der Entscheidungen mit konkreten Gesetzentwürfen, die Klarheit schaffen und Investitionen ermöglichen“, sagt VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing. Er ergänzt: „Die Eckpunkte des Wärmepakets der Bundesregierung gehen in die richtige Richtung, das begrüßen wir ausdrücklich. Sie müssen zügig in ein Gesetz umgesetzt werden, das noch in diesem Jahr vom Bundestag verabschiedet werden muss. Die Unternehmen brauchen Planungs- und Investitionssicherheit.“


















