BDEW-Studie: Stadtwerke erwarten historischen Investitionsbedarf
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Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und die Unternehmensberatung EY haben 100 Stadtwerke nach ihrer wirtschaftlichen Einschätzung im Kontext der Energiewende gefragt. Das Ergebnis der 24. Stadtwerkestudie: 9 von 10 Stadtwerken erwarten einen hohen Investitionsbedarf, insbesondere in den Bereichen Stromnetze, Wärmewende und Erneuerbare Energien. Ein Viertel rechnet sogar mit einem Anstieg von mehr als 200 Prozent.
Dabei blicken lediglich 43 Prozent der befragten Stadtwerke positiv in die Zukunft. Nach Ansicht der Autoren unterstreichen die Studienergebnisse die hohe Bedeutung verlässlicher und investitionsfördernder Rahmenbedingungen als Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende.
Gleichzeitig zeige die Studie, dass Stadtwerke ihre finanzielle Leistungsfähigkeit bereits gezielt stärken, indem sie ihre Innenfinanzierung stabilisieren. Allerdings stoßen die Stadtwerke hierbei an strukturelle Grenzen: Ganze 92 Prozent sehen sich nur eingeschränkt bis gar nicht in der Lage, die notwendigen Investitionen aus eigenen Mitteln zu stemmen.
Vorausschauend und ganzheitlich planen
Die Energiewende könne entsprechend nur im Zusammenspiel unterschiedlicher Finanzierungsquellen und -instrumente gelingen. Laut Studie gewinnen eigenkapitalnahe Instrumente, projektbezogene Finanzierungen, Fördermittel sowie kooperative Modelle an Bedeutung. Dabei müsse eine ganzheitliche Finanzierungsstrategie jedoch zeitliche Investitionsverläufe, bilanzielle Effekte, steuerliche Rahmenbedingungen und die Erwartungen der Gesellschafter gleichermaßen berücksichtigen.
„Die Finanzierung der Infrastruktur der Energiewende ist keine Einzelentscheidung, sondern eine strategische Daueraufgabe“, so die Autoren. Sie fordern die Stadtwerke dazu auf, Portfoliomaßnahmen vorausschauend zu planen und die verfügbaren Instrumente aufeinander abzustimmen. Wenn das gelingt, könnten Stadtwerke ihre Rolle als zentrale Akteure der Energiewende vor Ort auch unter erschwerten Rahmenbedingungen erfüllen.















