Dynamische Stromtarife: Großes Interesse, aber viele Hürden bei der Umsetzung
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49 Prozent der Deutschen sind bereit, den eigenen Stromverbrauch an schwankende Börsenstrompreise anzupassen, doch nur sechs Prozent nutzen bereits dynamische Stromtarife. Das liegt insbesondere an der Zufriedenheit mit dem aktuellen Tarif, fehlenden Smart Metern und der Sorge vor mehr Aufwand und höheren Kosten, wie eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov ergab.
Zwölf Prozent der Befragten sind sehr bereit, ihren Stromverbrauch durch den Betrieb großer Verbrauchsgeräte wie z.B. E-Auto, Wärmepumpe, Waschmaschine oder Geschirrspüler in Zeiten günstiger Strompreise zu verlegen bzw. zu Zeiten höherer Preise nicht zu nutzen. Weitere 37 Prozent gaben an, dass sie eher dazu bereit sind und das zumindest mit einigen Geräten tun würden, wenn es sich finanziell lohnt. 20 Prozent der Befragten antworteten, dass sie dazu eher nicht bereit seien, 18 Prozent sind dazu gar nicht bereit. 13 Prozent machten keine Angabe.
„Dass Millionen von Menschen bereit sind, ihren Stromverbrauch flexibel an schwankende Preise anzupassen, ist eine gute Nachricht für Deutschland“, sagt Jannik Schall, Produktchef und Mitgründer des Energieanbieters 1KOMMA5°, der die Umfrage in Auftrag gegeben hat.
Mehr als ein Drittel mit Festpreistarifen zufrieden
Allerdings gaben nur sechs Prozent der Befragten an, bereits einen dynamischen Tarif zu nutzen. Die größte Hürde ist die Zufriedenheit mit dem aktuellen Stromtarif (36 Prozent). Außerdem stehen dem Wunsch nach mehr Flexibilität die geringe Verbreitung intelligenter Stromzähler (22 Prozent) und die Sorgen vor höheren Kosten (20 Prozent) und mehr Aufwand (18 Prozent) gegenüber.
Die Ergebnisse der Befragung basieren auf Online-Interviews mit 2.074 Mitgliedern des YouGov-Panels im Juni dieses Jahres und sind nach Angaben von 1KOMMA5° repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.


















