Mehr Solaranlagen, weniger Produktion: Deutschlands Solarmarkt wächst – mit Schattenseite
Zurück
Deutschland baut Solar weiter aus: Zum Jahresende 2025 waren laut Statistischem Bundesamt knapp 4,8 Millionen Photovoltaikanlagen mit einer installierten Nennleistung von rund 106.200 Megawatt in Betrieb. Gegenüber 2024 entspricht das einem Plus von 17,6 Prozent bei der Zahl der Anlagen und 11,8 Prozent bei der Leistung.
Die Dynamik bleibt damit hoch, auch wenn sich das Wachstum zuletzt etwas abgeschwächt hat. Gleichzeitig zeigt der Blick auf den Markt, wie stark Deutschland bei Photovoltaik weiterhin auf Importe angewiesen ist: 2025 kamen 88 Prozent der eingeführten PV-Anlagen aus China, so die jetzt vorgelegten Zahlen. Der Importwert sank gegenüber 2024 zwar um 7,8 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro, lag damit aber immer noch deutlich über dem Exportwert von 358 Millionen Euro – ein Rückgang von knapp einem Drittel (30,1 Prozent).
Besonders kritisch ist die Entwicklung in der heimischen Produktion: In den ersten drei Quartalen 2025 ging die Zahl der in Deutschland produzierten Solarmodule um 60,6 Prozent auf 509.200 Stück zurück. Dieser Trend hatte sich bereits 2024 angekündigt, als sich die Produktion gegenüber 2023 mehr als halbiert hatte.
Die Zahlen zeigen: Der Ausbau der Solarenergie in Deutschland schreitet voran. Gleichzeitig bleibt der Aufbau belastbarer Wertschöpfung in Europa eine zentrale Herausforderung.
Quelle: Statistisches Bundesamt


















