Photovoltaik-Zubau fällt im September deutlich zurück
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Photovoltaik-Zubau fällt im September deutlich zurück
Der Photovoltaik-Ausbau in Deutschland hat sich im September 2026 deutlich abgeschwächt. Nach aktuellen Zahlen der Bundesnetzagentur wurden Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 1.226 Megawatt neu installiert, rund 25 Prozent weniger als im August. Besonders stark ging der Zubau bei Freiflächenanlagen zurück. Gleichzeitig zeigt eine Marktanalyse des Großhändlers EWS, dass sich der deutsche Solarmarkt zunehmend in Richtung großer Projekte verschiebt, während das Geschäft mit privaten und gewerblichen Dachanlagen unter Druck bleibt.
Die im Marktstammdatenregister erfassten Neuinstallationen lagen im August noch bei 1.644 Megawatt. Damit erreichte der Photovoltaik-Zubau im September den niedrigsten Monatswert seit Februar 2026. Ausschlaggebend für den Rückgang war insbesondere die Entwicklung bei den Solarparks.
Im September gingen 103 neue Freiflächenanlagen mit einer Gesamtleistung von 479 Megawatt in Betrieb. Einen Monat zuvor waren es noch 166 Projekte mit zusammen 1.054 Megawatt gewesen. Die neu installierte Leistung sank damit um rund 55 Prozent und erreichte den niedrigsten Monatswert des laufenden Jahres.
Bei den Dachanlagen blieb die Entwicklung dagegen weitgehend stabil. Insgesamt wurden 38.859 neue Anlagen mit einer Leistung von 554 Megawatt registriert. Im August waren es 539 Megawatt, im Juli allerdings noch 814 Megawatt. Eine deutliche Erholung des Marktes für Gebäude-Photovoltaik ist damit weiterhin nicht erkennbar.
Auch Balkonkraftwerke verzeichneten einen Rückgang. Im September kamen 28.647 steckerfertige Solaranlagen mit zusammen 42 Megawatt hinzu, gegenüber 41.978 Anlagen und 61 Megawatt im August.
Großanlagen tragen inzwischen 57 Prozent des Zubaus
Trotz des schwachen Septembers bewegt sich der deutsche Photovoltaik-Markt über das gesamte Jahr betrachtet weiterhin ungefähr auf dem Niveau der Vorjahre. Nach Angaben der Bundesnetzagentur wurden zwischen Januar und September rund 12,8 Gigawatt neue Photovoltaik-Leistung installiert. Ende September waren insgesamt 6,34 Millionen Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von 130,7 Gigawatt in Betrieb.
Hinter diesen Zahlen verbirgt sich jedoch eine deutliche Veränderung der Marktstruktur. Nach einer Auswertung des Photovoltaik-Großhändlers EWS entfielen in den ersten neun Monaten des Jahres rund 57 Prozent der neu installierten Leistung auf Anlagen mit mehr als 750 Kilowattpeak.
Während große Projekte zunehmend den Gesamtzubau bestimmen, entwickelt sich der Markt für kleinere Installationen deutlich schwächer. Besonders gewerbliche Anlagen zwischen 30 und 750 Kilowattpeak verzeichnen laut EWS gegenüber dem Vorjahr rückläufige Installationszahlen. Im Segment der Anlagen bis zehn Kilowattpeak ist die neu installierte Leistung seit 2024 sogar um mehr als 40 Prozent gesunken.
Damit verändert sich auch die Bedeutung der einzelnen Marktsegmente für die Solarbranche. Große Projekte können durch ihre hohe Leistung den Gesamtzubau stabilisieren, während die rückläufige Nachfrage nach kleineren Anlagen insbesondere für Installationsbetriebe und das regionale Fachhandwerk eine Herausforderung darstellt.
EEG-Reform bringt zusätzliche Unsicherheit
Die schwache Entwicklung bei kleineren Photovoltaik-Anlagen fällt in eine Phase energiepolitischer Veränderungen. Die Bundesregierung plant im Rahmen der EEG-Novelle 2027, die bisherige Einspeisevergütung für kleine neue Photovoltaik-Anlagen nach einer Übergangsphase abzuschaffen.
Ein kurzfristiger Nachfrageanstieg im Vorfeld dieser möglichen Änderungen lässt sich aus den bisherigen Installationszahlen allerdings nicht ablesen. Auch EWS stellt in seiner Marktanalyse fest, dass bislang keine deutlichen Vorzieheffekte im Kleinanlagensegment erkennbar sind.
Ob der schwache September einen längerfristigen Rückgang des Photovoltaik-Ausbaus einleitet, bleibt offen. Die monatlichen Zahlen können insbesondere bei großen Solarparks durch einzelne Projektinbetriebnahmen erheblich schwanken. Zudem sind aufgrund der Meldefrist im Marktstammdatenregister noch Nachmeldungen und Korrekturen zu erwarten.

















