Sommerhitze erhöht Strombedarf

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08.09.2026 Aus der Redaktion
Iris Krampitz Iris Krampitz E-mail Journalistin
Sommerhitze erhöht Strombedarf

Das Solar Cluster Baden-Württemberg hat die Stromverbrauchsdaten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE für Juni und Juli mit den jeweiligen Außentemperaturen verglichen. Die Auswertung zeigt, dass sich der Strombedarf für die Kühlung pro Sommermonat um eine Terawattstunde erhöht. PV-Anlagen und Batteriespeicher könnten den Bedarf teilweise decken.

Das Solar Cluster Baden-Württemberg hat für heiße Sommermonate einen zusätzlichen Strombedarf für die Kühlung in Höhe von rund einer Terawattstunde pro Monat berechnet. Das entspricht rechnerisch knapp zehn Prozent der im Sommer erzeugten Solarstrommenge. Der Interessensverband geht davon aus, dass sich der Verbrauch wegen der steigenden Temperaturen und des wachsenden Kühlbedarfs von Rechenzentren weiter erhöhen wird. „Auch deshalb müssen Photovoltaik und Speicher konsequent ausgebaut werden“, fordert der Branchenverband.

Auf längere Hitzeperioden einstellen

Besonders gut lasse sich Solarstrom dort direkt nutzen, wo tagsüber viel Kühlung benötigt wird. Dazu zählen Büro- und Verwaltungsgebäude, Einkaufszentren, Schulen, Krankenhäuser und Pflegeheime. „Gerade soziale Einrichtungen müssen sich stärker auf längere Hitzeperioden und hohe Temperaturen einstellen. Eigene Photovoltaikanlagen können einen Teil des dafür benötigten Stroms unmittelbar bereitstellen und den Bezug von teurerem Netzstrom reduzieren“, so der Verband. Mit Batteriespeichern könne man die PV-Stromnutzung bis in die Abendstunden verlängern.

PV-Potenziale nutzen

„Heiße Sommer erhöhen den Kühlbedarf – gleichzeitig liefert die Photovoltaik gerade dann besonders viel Strom. Dieses Potenzial müssen wir auf Dächern und Freiflächen konsequent nutzen“, sagt Carolin Grieshop, Geschäftsführerin des Solar Clusters Baden-Württemberg. Sie ergänzt: „Wer heute eine Photovoltaikanlage plant, sollte deshalb auch den künftigen Stromverbrauch berücksichtigen.“