Stimmungsbarometer Erneuerbare Energien in Österreich

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17.03.2026 Aus der Redaktion
Kristina  Pfeil Kristina Pfeil Journalistin
Stimmungsbarometer Erneuerbare Energien in Österreich

Das Stimmungsbild in Österreich ist gemischt: Einerseits wird der Klimawandel von der Mehrheit als drängendste Herausforderung der Zukunft wahrgenommen. Andererseits nimmt die Zustimmung zu erneuerbaren Energieprojekten ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Wirtschaftsuniversität Wien, Wien Energie und Deloitte Österreich.

„Die Umfrageergebnisse zeigen eine sinkende Akzeptanz für erneuerbare Energieprojekte. Die beliebteste Technologie bleibt Photovoltaik, hier ist die Zustimmung für Freiflächen-Photovoltaik im Jahresvergleich sogar leicht gestiegen. Die Zustimmungswerte bei der Windkraft liegen aber weiterhin unter zwei Drittel“, fasst Studienautorin Nina Hampl von der WU Wien die Ergebnisse zusammen. Demnach hält der Trend zur Eigenstromproduktion durch PV-Anlagen unvermindert an. Ein Drittel der Befragten hat eine Anlage installiert, 39 Prozent mit integriertem Stromspeicher. Gleichzeitig ist der Anteil der Ölheizungen weiter gesunken, während Luftwärmepumpen an Beliebtheit gewinnen. Zwei Drittel des Raumwärmebedarfs in Österreich sind damit durch umweltfreundliche Systeme gedeckt.

Die Ergebnisse der Studie verdeutlichten, dass Österreich sich in einer entscheidenden Phase der Energiewende befinde, so die Studienautoren. Der Wille zur Veränderung sei vorhanden, doch es fehle an konsequenter Umsetzung, sowohl von Seiten der Bevölkerung als auch der Politik. Um Fortschritte zu erzielen, seien eine klare politische Linie, finanzielle Anreize und umfassende Aufklärung notwendig.