Erneuerbare Energien starten mit deutlichen Schwankungen ins Jahr 2026
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Der europäische Energiemarkt ist in das Jahr 2026 mit hoher Volatilität gestartet – maßgeblich beeinflusst durch außergewöhnliche Wetterbedingungen, die die Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen stark schwanken ließen. Das zeigt eine aktuelle Analyse der aream Group.
Im Januar lagen die Erträge aus Photovoltaik und Wind erheblich unter den langfristigen Erwartungen (P50-Zielen). Über alle betrachteten Länder hinweg wurde die Stromproduktion nur zu rund 70 Prozent des Zielwerts erreicht. Schnee und Eis auf PV-Modulen wirkten sich besonders in Deutschland negativ aus, sodass nach Wetterkorrektur dort nur 68 Prozent Zielerreichung erzielt wurden.
Bereinigt um tatsächlich verfügbare Sonneneinstrahlung erzielten PV-Assets europaweit eine um 89 Prozent annähernde Zielerreichung, was zeigt, dass die Abweichungen vor allem meteorologisch bedingt waren. Spanien schaffte bereinigt nahezu 99 Prozent der erwarteten Produktion, in Italien erreichten Anlagen mit 94 Prozent knapp unterdurchschnittliche Werte.
Auch die Windproduktion blieb unter dem langjährigen Mittel: Das deutsche Windportfolio erreichte im Januar nur 66,2 Prozent seines Solls, was auf geringe Windverfügbarkeit und Rotorblattvereisung zurückgeführt wird.
Die Volatilität schlägt sich auch in Strommarktdaten nieder: Die durchschnittlichen Day-Ahead-Spotpreise lagen 2025 bei rund 89 Euro pro Megawattstunde, etwa 13,8 Prozent höher als im Vorjahr, was ebenfalls auf schwankende erneuerbare Erträge und Marktunsicherheiten hindeutet.
Trotz dieser Schwankungen laufen die Erneuerbare-Anlagen technisch stabil, betont aream-Co-CEO Patrick Lemcke-Braselmann. Mit steigendem Anteil an Speichern und einem intelligenten Asset-Management dürfte die saisonale Volatilität der Erzeugung und der Preise mittelfristig abnehmen. Zudem wird für die kommenden Monate eine schrittweise Annäherung an die langfristigen Ertragsziele erwartet, wenn sich die Wetterbedingungen normalisieren.
Der Jahresbeginn 2026 zeigt eindrücklich, wie stark erneuerbare Stromproduktion von Wetterbedingungen beeinflusst wird – gleichzeitig verdeutlichen die bereinigten Ergebnisse das Potenzial stabiler, wetterangepasster Portfoliostrategien.















