Umfrage: Klare Mehrheit bewertet Energiepolitik der Bundesregierung negativ

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13.04.2026 Aus der Redaktion
Kristina  Pfeil Kristina Pfeil Journalistin
Umfrage: Klare Mehrheit bewertet Energiepolitik der Bundesregierung negativ

69 Prozent der Menschen in Deutschland bewerten die Energiepolitik der Bundesregierung laut einer Civey-Umfrage im Auftrag der naturstrom AG als „sehr negativ“ oder „eher negativ“. Besonders kritisch sehen viele die geplante Streichung der Einspeisevergütung für kleine Photovoltaikanlagen sowie die Reform des sogenannten Heizungsgesetzes.

53 Prozent halten die Pläne von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, die Einspeisevergütung für Solaranlagen bis 25 Kilowatt abzuschaffen, für falsch. Nur 36 Prozent finden sie richtig. Auch die Heizungsreform stößt auf Skepsis: 57 Prozent erwarten dadurch mehr Verunsicherung, nur 33 Prozent mehr Planbarkeit.

„Die Bundesregierung macht Energiepolitik an den Menschen vorbei“, sagt naturstrom-Vorstandschef Oliver Hummel. Der geplante Stopp der Solarförderung und niedrigere Anforderungen an neue Gasheizungen seien ein fatales Signal für die Energiewende.

Trotz der Reformpläne sehen 40 Prozent der Befragten die Wärmepumpe als langfristig wirtschaftlichste Heizlösung. Nur 16 Prozent halten Gasheizungen bei steigender Beimischung von Wasserstoff oder Biomethan für dauerhaft am günstigsten. Über 80 Prozent rechnen damit, dass Heizen mit Gas dadurch teurer wird.

Die Online-Umfrage wurde vom 6. bis 8. März unter 5.000 Bundesbürger:innen ab 18 Jahren durchgeführt.

 

Quelle: naturstrom AG