Batteriespeicher-Zubau erreicht im März neuen Höchststand
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Der Ausbau von Batteriespeichern in Deutschland hat im März deutlich an Tempo gewonnen. Nach aktuellen Auswertungen von Energy-Charts auf Basis des Marktstammdatenregisters kamen im vergangenen Monat bislang Speicher mit 522,9 Megawatt Leistung und 985,9 Megawattstunden Kapazität hinzu. Damit liegt der monatliche Zubau bereits jetzt nur knapp unter der Marke von einer Gigawattstunde, und könnte diese noch überschreiten, da für neue Anlagen eine vierwöchige Registrierungsfrist gilt. Die endgültigen Meldungen für März können noch bis Ende April eingehen.
Schon nach aktuellem Stand handelt es sich um den bislang höchsten monatlichen Batteriespeicher-Zubau in Deutschland. Parallel zum Photovoltaik-Ausbau, für den die Bundesnetzagentur im März 1.411 Megawatt neu installierte Leistung meldete, wächst damit auch die Speicherkapazität spürbar. Mehr als die Hälfte des neuen Photovoltaik-Zubaus entfiel zuletzt auf Freiflächenanlagen.
Die Entwicklung zeigt sich in mehreren Marktsegmenten. Nach Daten der „Battery Charts“ der RWTH Aachen stieg die kumuliert installierte Kapazität von Heimspeichern von 20,43 auf 20,75 Gigawattstunden. Gewerbespeicher legten von 1,39 auf 1,42 Gigawattstunden zu. Besonders stark fiel der Zuwachs bei Großspeichern aus: Ihre installierte Kapazität erhöhte sich von 4,46 auf 5,06 Gigawattstunden.
Ende März waren damit über alle Segmente hinweg 27,23 Gigawattstunden Batteriespeicherkapazität in Deutschland registriert. Die installierte Leistung summierte sich auf 17,90 Gigawatt. Insgesamt sind laut Battery Charts inzwischen mehr als 2,4 Millionen Batteriespeicher im Marktstammdatenregister verzeichnet. Den größten Anteil stellen weiterhin Photovoltaik-Heimspeicher. Allein im März kamen nach aktuellem Meldestand rund 45.000 neue Heimspeicher hinzu.
Auch bei Großspeichern zeigt sich Bewegung. Im März wurden bislang 30 neue Anlagen registriert, womit die Gesamtzahl der Großspeicher auf 489 stieg. Für das Energiesystem ist diese Entwicklung von Bedeutung, weil Batteriespeicher eine zentrale Rolle beim Ausgleich schwankender Einspeisung aus Solar- und Windenergie spielen können. Mit dem starken März-Zubau rückt Deutschland beim Speicherhochlauf sichtbar in eine neue Größenordnung vor.
















