BVES fordert verlässliche Regeln für Speicheranschlüsse
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Der Bundesverband Energiespeicher Systeme (BVES) sieht weiterhin deutlichen Nachbesserungsbedarf beim geplanten Reifegradverfahren für Netzanschlüsse. Zwar hätten die Übertragungsnetzbetreiber zentrale Kritikpunkte aus der Branche aufgegriffen, für die notwendige Planungs- und Investitionssicherheit beim Speicherausbau reiche das jedoch nicht aus.
Kritisch bewertet der Verband vor allem den kurzfristigen Start des neuen Verfahrens, obwohl aus seiner Sicht noch wesentliche regulatorische und praktische Fragen offen sind. Projektentwickler müssten dadurch Vorhaben neu bewerten, Planungen anpassen und Finanzierungen umstellen. Das könne zu weiteren Verzögerungen oder sogar Projektabbrüchen führen. Hinzu kämen hohe Vorlaufkosten, teils im sechsstelligen Bereich, ohne verlässliche Aussicht auf einen Netzanschluss.
Besonders problematisch ist für den BVES, dass Energiespeicher weiterhin wie reine Verbrauchsanlagen in eine wettbewerbliche Anschlussvergabe eingeordnet werden. Speicher seien jedoch keine bloßen Lasten, sondern stellten Flexibilität bereit, könnten Netze entlasten und erneuerbare Energien bedarfsgerecht integrieren.
Der Verband fordert daher, dass das Verfahren erst nach vollständiger Prüfung durch die Bundesnetzagentur sowie nach Sicherstellung von Transparenz und Diskriminierungsfreiheit eingeführt werden darf. Bestehende Netzanschlusszusagen müssten konsequent umgesetzt und geschützt werden. Darüber hinaus brauche es ein eigenständiges, auf die Besonderheiten von Speichern zugeschnittenes Anschlussverfahren.
Quelle: BVES
















