IEA warnt vor globaler Stagnation des Photovoltaik-Ausbaus

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14.11.2025 News
Sebastian Wittag Sebastian Wittag Journalist
IEA warnt vor globaler Stagnation des Photovoltaik-Ausbaus
© Nuno Marques / Unsplash

Die Internationale Energieagentur (IEA) warnt in ihrem aktuellen Ausblick vor einer weltweiten Stagnation des Photovoltaik-Zubaus. Demnach würde sich der jährliche Ausbau bereits seit 2024 auf rund 540 Gigawatt einpendeln – und auf diesem Niveau bis mindestens 2035 verharren. Zwar bleibt Solarenergie damit weiterhin die am schnellsten wachsende Stromerzeugungstechnologie, doch reicht dieses Wachstum nach Einschätzung der IEA nicht aus, um die globalen Klimaziele sicher zu erreichen.

Als zentrale Bremsfaktoren nennt die IEA überlastete Stromnetze, schleppende Genehmigungsverfahren sowie unzureichende Speicher- und Flexibilitätsoptionen. Gleichzeitig steige der Strombedarf weltweit weiter, was die Lücke zwischen Ambition und Realität vergrößere. Besonders groß bleibe die Abhängigkeit von China: Das Land dürfte in den kommenden Jahren bis zu 60 Prozent des globalen PV-Zubaus stemmen.

Die IEA betont, dass deutlich höhere Ausbauzahlen erreichbar wären, wenn Investitionen in Netze und Speicher beschleunigt, Genehmigungen vereinfacht und bestehende Anlagen konsequent repowert würden. Ohne solche Reformen drohe der weltweite Solarzubau jedoch in ein langjähriges Plateau zu geraten – mit spürbaren Folgen für Energiesicherheit und Klimaschutz.