Tracking-PV bringt echten Mehrwert aus Solarstrom

Zurück
05.02.2026 News
Kristina  Pfeil Kristina Pfeil Journalistin
Tracking-PV bringt echten Mehrwert aus Solarstrom

Nachgeführte Photovoltaik-Anlagen sind zwar teurer in der Anschaffung, können sich wirtschaftlich aber lohnen. Das zeigt eine Analyse des Energiewirtschaftlichen Instituts (EWI) an der Universität Köln, die im Auftrag von Nextpower LLC erstellt wurde. Untersucht wurde, wie einachsige Tracking-Systeme den wirtschaftlichen Wert von Solarstrom erhöhen können.

Die Forschenden verglichen das Erzeugungsprofil einer nachgeführten sowie einer fest installierten PV-Anlage mit den Strompreisen des Jahres 2024. Zusätzlich flossen die Anlagenkosten sowie der benötigte Netzanschluss in die Bewertung ein.

Das Ergebnis: Tracking-Anlagen lassen sich besser in den Strommarkt integrieren. Durch die Ausrichtung der Module am Sonnenstand wird der Strom gleichmäßiger über den Tag verteilt erzeugt, zudem steigt die Zahl der Volllaststunden. Dadurch erhöht sich der Marktwert des erzeugten Solarstroms.

Konkret lag der Marktwert der nachgeführten Anlage um 43 Prozent über dem eines fest installierten Vergleichssystems. Auch der Netto-Systemwert – also der Marktwert abzüglich Anlagen- und Netzkosten – fiel mehr als doppelt so hoch aus.

Laut der Analyse könnten bei einem flächendeckenden Einsatz von Tracking-Systemen zur Erreichung der EEG-Ziele bis 2030 rund 23 Prozent weniger installierte PV-Leistung nötig sein. Das würde den Netzausbau entlasten und bis 2030 Einsparungen von etwa 3,2 Milliarden Euro ermöglichen.