Wärmepumpenmarkt 2025: Starker Absatz-Sprung belegt Rückenwind für Wärmewende

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26.02.2026 Aus der Redaktion
Sebastian Wittag Sebastian Wittag Journalist
Wärmepumpenmarkt 2025: Starker Absatz-Sprung belegt Rückenwind für Wärmewende

Der deutsche Markt für Wärmepumpen hat im Jahr 2025 ein deutliches Wachstum erlebt. Laut einer aktuellen Pressemitteilung des Bundesverband Wärmepumpe stieg der Absatz von Heizungs-Wärmepumpen im Vergleich zum Vorjahr um rund 55 Prozent auf 299 000 verkaufte Geräte – ein kräftiger Zuwachs nach einem zuvor schwierigen Marktjahr.

Erstmals entfielen damit nahezu die Hälfte aller in Deutschland installierten Wärmeerzeuger auf Wärmepumpen, was ein starkes Signal für die Transformation im Heizungsmarkt ist. Der Verband führt den Anstieg vor allem auf das gestiegene Vertrauen der Verbraucher in die Technologie zurück. Wärmepumpen gelten nicht nur als effiziente und klimafreundliche Alternative zu Öl- und Gasheizungen, sondern bieten angesichts volatil steigender Preise für fossile Energieträger auch eine langfristig kalkulierbare Lösung für die Wärmeversorgung.

Ein entscheidender Treiber des Erfolgs war die Förderkulisse: Im Jahr 2025 wurden über 288 000 Förderzusagen für Wärmepumpen erteilt – ein Plus von 91 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Zuschüsse haben vor allem Investitionen in den bestehenden Gebäudebestand stimuliert. Rund 80 Prozent der neuen Wärmepumpen gingen in Bestandsgebäude, was zeigt, wie stark der Markt jenseits des Neubaus wächst.

Der Geschäftsführer des Verbands, Dr. Martin Sabel, betonte, dass diese Entwicklung zugleich die Erwartungen der Branche, des Handwerks und der mittelständischen Industrie bestätigt habe. Sabel warnte jedoch zugleich vor politischen Risiken: Die anstehende Überarbeitung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) müsse verlässliche Rahmenbedingungen sichern, da viele Eigentümer und Investierende derzeit auf politische Klarheit warteten, bevor sie definitive Kaufentscheidungen treffen.

Marktdaten bestätigen, dass Luft-Wasser-Wärmepumpen mit rund 95 Prozent Marktanteil weiterhin das dominante Segment bilden, während andere Technologien wie Erdwärmepumpen nur kleinere Anteile erreichen. Zusätzlich wurden 49 500 Warmwasser-Wärmepumpen verkauft, ein Plus von rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Diese Entwicklung steht in einem breiteren Kontext der deutschen Wärmewende, bei der der Austausch fossiler Heizsysteme gegen elektrische, hocheffiziente Systeme ein zentraler Baustein zur Reduktion von CO₂-Emissionen ist. Nach Jahren politischer Debatten und Unsicherheiten über den richtigen Pfad für das Heizungsgesetz zeigen die Zahlen, dass die Transformation des Heizungsmarktes wieder an Dynamik gewinnt.

Trotz der positiven Signale sind Experten überzeugt, dass der Markt weiterhin von klaren politischen Entscheidungen und verlässlichen Förderprogrammen abhängt, um den langfristigen Trend hin zu klimafreundlicher Wärmeversorgung fortzusetzen. Besonders im Hinblick auf Ziele zur CO₂-Reduktion im Gebäudesektor bleibt der Wärmepumpen-Absatz ein zentraler Indikator für den Erfolg der Energiewende insgesamt.