ZVEH-Präsident kritisiert Energiepolitik der Bundesregierung
Zurück
Bei der Jahrestagung des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) kritisierte Stefan Ehinger den energiepolitischen Kurs der Bundesregierung. Mit Blick auf das angekündigte Gebäudemodernisierungsgesetz, die EEG-Novelle und das Netzpaket sagte der ZVEH-Präsident bei der Öffentlichen Festveranstaltung am 28. Mai in Warnemünde: „Wir haben in den vergangenen Monaten miterleben müssen, wie Orientierung verloren geht, weil einzelne Säulen der Energiewende beschädigt werden, ohne dass ein schlüssiger Gesamtplan sichtbar wird.“ Er warnte davor, Wirtschaft und Energiewende gegeneinander auszuspielen oder die Nutzung fossiler Energieträger als Freiheit zu verkaufen: „Das führt in Wahrheit in die Abhängigkeit und stellt nicht zuletzt eine Kostenfalle da.“
Zickzack-Kurs bremst Energiewende aus
Die aus dem Zickzack-Kurs der Regierung in punkto Energiewende resultierende Verunsicherung von Wirtschaft und Verbrauchern wirke sich bereits spürbar auf die Elektrohandwerke aus, was u.a. die rückläufigen Installationszahlen von Photovoltaikanlagen belegen. Dabei stelle die Elektroindustrie für den Transformationsprozess eine Vielzahl innovativer Lösungen bereit. „Die E-Branche kann mit der Erfahrung und der Manpower der E-Handwerke punkten und verfügt mit dem dreistufigen Vertrieb nicht zuletzt über ein bewährtes Modell, um die Energiewende mit Tempo und Qualität umzusetzen“, sagte er. Nun sei es an der Bundesregierung, sich klar zur Energiewende zu bekennen und damit die dringend notwendigen Impulse Richtung Wirtschaft zu senden.
An die E-Branche appellierte der ZVEH-Präsident abschließend, in Handlungsfeldern, die sie selbst in den Händen halte, konsequent auf Zukunft zu setzen, Prozesse neu zu denken und die Digitalisierung und Nutzung von KI gemeinsam voranzutreiben, um die Leistungsfähigkeit der E-Branche voll ausspielen zu können.
Weitere Infos: Willkommen beim ZVEH!

















